Einnistungsblutung: Nichts Ungewöhnliches

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©panthermedia.net Thomas Lammeyer

Rund jede fünfte Frau bekommt eine Blutung, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Nicht selten wird sie mit der Menstruationsblutung verwechselt – und sorgt bei Berechnung der Schwangerschaftswoche für Verwirrung.

Nachdem die Eizelle befruchtet wurde, macht sich diese auf den Weg durch den Eileiter, um in die Gebärmutter zu gelangen. Dieser Vorgang dauert etwa fünf bis 10 Tage. Tritt die Eizelle nach ihrer langen Reise dann mit der Gebärmutterschleimhaut in Kontakt, so wird dieser Vorgang als Einnistung (auch: Nidation) bezeichnet.

Die meisten Frauen bekommen von der Einnistung nichts mit. Alles geschieht im Körper klammheimlich, die typischen Schwangerschaftsanzeichen treten erst später auf. Doch in manchen Fällen kommt es zu einer Einnistungsblutung: Diese tritt auf, wenn bei der Einnistung kleine Blutgefäße verletzt wurden.

Menstruation oder Einnistung? Viele Frauen verkennen die Lage

Viele Frühschwangere verwechseln die Einnistungsblutung zunächst mit ihrer Periode. Doch die Blutung ist nicht so stark wie die gewöhnliche Menstruation: Meist sind es nur wenige, eher hellrote als braune, Tropfen. Wird die Blutung fälschlicherweise als Menstruation erkannt, merken viele Frauen erst bei der nächsten ausbleibenden Monatsblutung, dass sie schwanger sind. Die Berechnung der Schwangerschaftswoche kann dann falsch sein – ein erster Ultraschall beim Frauenarzt schafft jedoch schnelle Aufklärung.

Die Einnistungsblutung ist völlig ungefährlich. Etwa jede fünfte Frau bemerkt die Blutung im Frühstadium, die angeblich für eine besonders stabile Schwangerschaft steht. Weder die Mutter noch das Ungeborene sind durch die Nidationsblutung in irgendeiner Weise gefährdet. Sollten die Blutungen jedoch zunehmend stärker werden oder mit heftigen Schmerzen einhergehen, ist der direkte Weg zum Arzt angebracht.

Blutungen in der Schwangerschaft: Am besten direkt zum Arzt

Dies gilt auch für jede andere Art von Blutung in der Schwangerschaft: Gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel treten diese häufig auf und können unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer ist eine Blutung gleich das Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt: Dennoch gilt es, ungewöhnliche Sachverhalte abklären zu lassen. Am besten unverzüglich, ehe viel wertvolle Zeit mit Selbstheilungsmethoden vergeudet wird.

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